United we stand – queer-feminist solidarity

+++ Solierklärung zum Prozesstermin der Liebig34 – Hintergrund: https://de.indymedia.org/node/46376 +++

Triggerwarnung: Nennung von stark diskriminierenden Situationen, Bullengewalt

Wie wir dem verlinktem indy-Artikel entnehmen mussten, kam es zu massiven patriarchalen, s*xistischen und queerfeindlichen Repression durch die Berliner Cops, im Zuge des Prozesstermins zur Liebig34. Hier ist die Sprache davon, dass Unterstützer*innen der Liebig34 vor dem Gericht gekesselt wurden, alle als cis-männlich gelesene Personen gehen konnten und bei allen anderen Personalien aufgenommen wurden und sie Hausverbot und Anzeigen bekommen haben. Auch wenn wir uns für jede*n freuen, die*der ohne Repression davon kam, müssen wir sagen, dass wir (wieder einmal) sehr schockiert sind und dass obwohl uns bei dieser liberalen, ja vermeintlich toleranten Gesellschaft, die immer wieder, mit massiver Repression, gegen emanzipatorische Bewegungen vorgeht, kaum etwas wundert.

An dieser Stelle hat es euch getroffen, jedoch wie immer bei Repression, sind wir alle damit gemeint. Und es hat eben nicht nur ein anarcha-feministisches Hausprojekt in Berlin getroffen, sondern alle emanzipatorischen und anarchistischen Kräfte. Wir dürfen ein solches Vorgehen gegen linksradikale feministische Strukturen niemals hinnehmen. Wir werden ihm immer und überall entschlossen entgegentreten, denn eine andere Welt ist möglich! Eine Welt frei von Herrschaft, Hierachien, Kapitalismus, Autoritäten, Mackertum, Patriarchat und Fremdbestimmung. Wir werden, genauso wie ihr, immer widerspenstig gegen das System und solidarisch untereinander sein!

Deshalb senden wir unsere soldarischen Grüße den Gefährt*innen der Liebig34 und hoffen, dass sie ihren Kampf, nicht nur für ihr Haus, sondern vielmehr für eine wirklich befreite Gesellschaft immer fortführen werden und sich nicht durch Repression abschrecken lassen!

Wir möchten herausstellen, wie wichtig eurer Protest am Gericht war. Ihr habt gezeigt, dass ihr euch nicht abschrecken lasst durch die Repressionsbehörden, durch Gerichte und ihre Handlanger*innen. Es bleibt richtig und wichtig Protest dort hinzutragen wo die Schuldigen sitzen. Denn nur durch eigenständiges, selbstbestimmtes Handeln, können antipatriarchale Strukturen entwickelt werden und kann eine befreite Gesellschaft erreicht werden.

„Die direkte Aktion, […], ist im Bereich des Individuums [gleichermaßen] wirksam. Hunderte von Zwängen beeinträchtigen dort sein Dasein, und nur ein hartnäckiger Widerstand dagegen wird es befreien.“ Emma Goldmann

Dann noch ein paar Worte aus unsere Sicht, weshalb anarchistische, queer-feministische Projekte, wie die Liebig34 so verdammt wichtig sind:

Wir leben in einer Gesellschaft voll von Ausgrenzung und Ablehnung gegenüber allem was nicht der hetero und cis-geschlechtlichen Norm entspricht. Und dieser Zustand, wie wir in unserer Gründungserklärung (https://qintessenz.noblogs.org/post/2019/11/05/gruendungserklaerung/) geschrieben haben, macht leider auch nicht vor der linksradikalen Szene halt. Genau deshalb sind queerfeministische Hausprojekte, mit einem anarchistischen Anspruch, nicht nur wichtig, sondern notwendig, um Schutzräume für linksradikale FLINT*-Personen zu schaffen. Schutzräume frei von liberalem Denken und autoritären Mackern.

Dem Punkt, dass die Gentrifizierung FLINT*-Personen besonders hart trifft, können wir nur zustimmen. Die Obdachlosigkeit von queeren Jugendlichen ist um ein Vielfaches höher als bei cis-hetero Jugendlichen und trifft diese Aufrund der alltäglichen gesellschaftlichen Diskriminerung besonders hart.

So gilt es gegen den kapitalistischen, liberalen und autoritären Verhältnissen die diesen Zustand bedingen, entschieden entgegezutreten und auf jeder gesellschaftlichen Ebene zu bekämpfen.

Kein Volk, kein Staat, kein Patriarchat!

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