Glossar/ glossary

Wir streben eine diskriminierungsfreie/-arme und geschlechtsneutrale Sprache an, welche wir versuchen in unsereren Texten zu verwenden.

An stelle von „man“ setzen wir „mensch“, auch sprechen wir von FLINT* (Frauen*, Lesben, Inter, Nicht-binär und Trans*) also allen nicht-cis-Männern und wenn wir spezifisch von queeren Menschen sprechen, von QINT* (Queer, Inter, Nicht-binär, Trans*). Um nicht zu triggern setzten wir an machen Stellen Sternchen z.B. bei S*x, da dies typische Wörter sind, die Personen an traumatische Erfahrungen erinnern können, oder aus anderen Gründen triggern könnten.

Hier noch eine kleine Zusammenfassung in Kurzform:

1. Gendern – die Verwendung von Geschlechtsneutralen/r Begriffen/Sprache so zum Beispiel: Gefährt*innen, Genoss*innen, Aktvisitis, Studierende usw. (GenossInnen gehört nicht dazu, da die Formulierung die binären Geschlechter meint, daher nicht neutral ist)

2. „mensch“ statt „man“ – „man“ wird gedanklich mit „Mann“ assoziiert, wodurch die patriarchale Überrepräsentation von Männern im Sozialraum gefördert wird.

 

Glossar

Agender: Die Abwesenheit oder Leere von Geschlechtsidentität

androgyn: Vermischung von als feminin und maskulin betitelter Eigenschaften oder Eigenschaften, die sich einer Einordnung in diese Kategorien gänzlich entziehen

Asterisk: Sprachwissenschaftliche Bezeichnung für das Gendersternchen

binäres Geschlechtersystem: System, laut dem es nur zwei Geschlechter gibt: männlich und weiblich. Weitere Geschlechter werden nicht anerkant.

autonom (im politischen Sinne): unabhängig von (gängigen) Kategorien, dem eigenen Selbstverständnis unterworfen, auch vergleichbar mit: selbstbestimmt, selbstorganisiert, keine Hierarchien

cis: siehe trans/cis

Cistem: Eine Wortschöpfung aus System und cis. Er beschreibt das cis-normative Denken der Gesellschaft. In dem cis Menschen als „normal“ angesehen werden und QuINTAs diskriminiert werden.

dyadisch: siehe inter*/dyadisch

Dysphorie (auch Dysphoria): psychosomatisches Leid, verursacht durch eine aufgezwungene geschlechtliche Zuweisung, welche akut geschieht oder verinnerlicht und erneut bewusst gemacht wurde.

Entstigmatisierung: Abbau der Scham und des Schweigens, mit denen die Gesellschaft einem Thema begegnet

Femizid:  Mord an einer FLINTA Person

FLINTA Personen: Frauen, Lesben, inter*, nicht-binäre, trans oder agender Personen

Gendern: die Verwendung von Geschlechtsneutralen/r Begriffen/Sprache, so zum Beispiel: Gefährt*innen, Genoss*innen, Aktivisitis, Studierende usw. 

Inter*/dyadisch: Dyadische Menschen lassen sich auf Grundlage von staatlich-medizinischen Richtlinien ohne Weiteres dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zurodnen. Manchmal wird statt dyadisch auch endogeschlechtlich gesagt. Alle, die nicht in diese strenge Unterteilung passen, werden als inter* bezeichnet.

intersektional: Mehre Dimensionen (zum Beispiel von Diskriminierung) betrachtend. Der Ansatz wurde von Kimberlé Crenshaw entwickelt um die Diskiminierungserfahrungen von Schwarzen Frauen zu beschreiben, die sich sowohl von weißen Frauen als auch nicht-weiblichen Personen of Colour unterscheiden.

Männlichkeit/Weiblichkeit: Bezeichnung für das maskuline/feminine geschlechtliche Spektrum, das explizit nicht nur Männer/Frauen einschließt. Es umfasst alle, die sich zu einem relvanten Anteil mit Männlichkeit/Weiblichkeit identifizieren.

Marginalisierte: Menschen, die von Machtgefällen und Diskriminierung betroffen sind, z.B. People of Colour, FLINTA Personen, Sozialhilfeempänger*innen und viele weitere

Misgendern: Verwendung von inkorrekter geschlechterspezifischer Sprache für eine Person. Darunter fällt zum Beispiel die Beschreibung einer Person als „Frau“, obwohl die Person keine Frau ist.

nicht-binär: Bezeichnung für Menschen, die keinem der binären Geschlechter Mann/Frau angehören. Nicht-binär wird teils auch als nichtbinär geschrieben oder mit der englischen Bezeichnung nonbinary ersetzt.

trans/cis: Unter den Begriff trans können sich alle Personen fassen, deren Geschlecht nicht mit dem übereinstimmt, was ihnen bei Geburt zugewiesen wurde, also z.B. damals in die Geburtsurkunde eingetragen wurde. Cis bezeichnet alle, deren Geschlecht mit diesem ursprünglich zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt.

Patriarchat: System, das Menschen aufgrund ihres Geschlechts Fähigkeiten und Eigenschaften zu-/abspricht und sie wertet. An höchster Stelle ist dyadisch cis Männlichkeit verortet.

Privilegien: Vorzüge, die Menschen erfahren, weil sie zu einer Gruppe gehören, die positiv von Diskriminierungsstrukturen betroffen sind.

Queerfeminismus: Strömung des Feminismus, die bewusst intersektional queere Kämpfe mit einbezieht

Queer: Selbstbezeichnung (ursprünglich eine Beleidigung) von Menschen, die sich nicht innerhalb der westlichen gesellschaftlichen Normen von Geschlecht und Begehren wiederfinden. Darüber hinaus ist Queer eine politischer Kampfbegriff, der sich gegen die bestehenden Kategorien von Geschlecht und Begehren wehrt.

QuINTA Personen: Queere, inter*, nicht-bnäre, trans und agender Personen. Durch explizite Benennung der nicht normativen Geschlechter, erhalten diese Aufmerksamkeit, da häufig der Themenkomplex queer fälschlicherweiße lediglich auf die S*xualität beschränkt wird.

Reproduktionsarbeit: sämtliche Arbeit, die nicht einer bezahlten Lohnarbeit gleichkommt und der Verpflegung des eigenen Haushalts dient, z.B. kochen, putzen, Pflege von Alten und Kranken, Erziehung und Betreuung von Kindern

transformative Gerechtigkeit: Ansatz, der von People of Colour in den USA entwicklet wurde, um Wege zu finden um mit Gewalt innerhalb von Communities ohne Bull*innen, Knästen und den Staat umzugehen

 

Natürlich freuen wir uns, wenn ihr diese Punkte auch in eigenen Veröffentlichungen verwendet, bzw. beachtet, um eine diskriminierungsfreie/-ärmere Sprache weiterzuverbreiten und dafür zu sorgt, dass eure Veröffentlichungen niemenschen triggern.